Hilfen der deutschen Bundesregierung
zugunsten der Deutschen Minderheit in Russland

03. Oktober 2018

Die Ergebnisse des III. Kultur- und Geschäftsforums der Russlanddeutschen in Kaliningrad

Vom 24. bis zum 27. September fand in Kaliningrad das III. Kultur- und Geschäftsforum „Made by Deutschen in Russland: Information. Integration. Bilanz“ statt. Das Forum wurde im Rahmen der XXIII. Sitzung der Deutsch-russischen Regierungskommission für die Angelegenheiten der Russlanddeutschen durchgeführt und hat mehr als 140 Teilnehmer – Vertreter der staatlichen Behörden, Unternehmer, Mitglieder der gesellschaftlichen Organisationen beider Länder gesammelt.

An der offiziellen Eröffnung nahmen die Co-Vorsitzenden der Regierungskommission teil – Leiter der Föderalen Agentur für Nationalitätenangelegenheiten Igor Barinow und Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Dr. Bernd Fabritius.

„Dieses Forum bietet viele Möglichkeiten für den offenen Dialog im Bereich der geschäftlichen, sozialen und kulturellen Zusammenarbeit an. Es ermöglicht, die wichtigsten Kontaktpunkte zwischen Russland und Deutschland zu bestimmen, was diese Plattform für beide Länder ganz wichtig macht“, sagte Igor Barinow.

„Ich möchte die besondere Rolle der Russlanddeutschen und ihren Beitrag für die Wirtschaft beider Länder bezeichnen. Dies ist eine beispiellose Umfassung der verschiedenen Bereiche der Wirtschaft – Medienwirtschaft, Medizin, Handwerk, Landwirtschaft und Ökotourismus. Ich halte es für sehr wichtig, diesen Dialog, der ein wesentlicher Punkt der Tätigkeit der Selbstorganisation der Russlanddeutschen ist, weiter zu entwickeln“, betonte Bernd Fabritius.

Im Namen des Gouverneurs des Kaliningrader Gebiets wurden die Gäste und Teilnehmer des Forums vom stellvertretenden Vorsitzenden der Regierung, dem Minister für kommunale Entwicklung und Innenpolitik Alexander Torba begrüßt. Er hat auch die Bereitschaft der Kaliningrader Regierung geäußert, die gemeinsamen deutsch-russischen Projekte weiter zu fördern. Robert Stach, der Amtsleiter des Büros des Rostocker Oberbürgermeisters hat auch über die bereits bestehenden Projekte und die weiteren Pläne der Zusammenarbeit geredet. Seit 1991 ist Rostock die offizielle Partnerstadt von Kaliningrad.

Olga Martens, erste stellvertretende Vorsitzende des Internationalen Verbands der deutschen Kultur, Herausgeberin der Moskauer Deutschen Zeitung hat im Namen der Organisatoren über die Ergebnisse des Forums seit 2016 erzählt. Sie betonte, wie wichtig es sei, das Forum dieses Jahr im Kultur- und Geschäftszentrum der Russlanddeutschen in Kaliningrad durchführen zu können – dort, wo die Organisationen der Russlanddeutschen im kompakten Siedlungsgebiet ganz aktiv mit den regionalen Verwaltungen zusammenarbeiten. „Als Ergebnis der Schaffung des Kultur- und Geschäftszentrums haben die Organisationen der Russlanddeutschen zusätzliche Impulse für die Entwicklung der Unternehmensaktivitäten in der Region erhalten, sowie für die Förderung der vielfältigen Zusammenarbeit mit den deutschen Partnern auf dem Bereich Wirtschaft, Bildung und Kultur“, – sagte Olga Martens.

Im Rahmen des Forums fanden verschiedene Podiumsdiskussionen statt, wo folgende Themen angesprochen wurden: „Medien als Dialog zwischen Business und Business“, „Neue Realitäten in der russischen Agrarbranche, Kooperation von Kleinunternehmen“, „Soziale Verantwortung der Unternehmen“, „Business und Gesundheit“. Die Teilnehmer haben auch das Investitionspotential der Region Kaliningrad besprochen und verschiedene Industriezweige kennengelernt: Landwirtschaft, Babynahrungsproduktion und Bernsteinproduktion. Im Rahmen des Kulturprogramms des Forums wurden den Teilnehmern zwei deutsch-russischen Projekte vorgestellt: die Filmtrilogie „Eins, Zwei, Drei“ und die Theateraufführung „Liebовь“.

Nach den Ergebnissen des Forums wurde die Schlussresolution erarbeitet, die während der Sitzung der Regierungskommission präsentiert wurde. Die wichtigsten Punkte sind ins Kommuniqué der XXIII. Sitzung eingeschlossen. So wurde besonders die positive Rolle der Kultur- und Geschäftsforen der Russlanddeutschen als effektive Plattforme für das Zusammenspiel von Wirtschaft, Kultur und gesellschaftlicher Selbstorganisation betont, sowie die Bedeutung der russlanddeutschen Medien als Instrumente für Repräsentation der Interessen der Russlanddeutschen und für Bereitstellung der ausgewogenen Informationen in beider Ländern.

Das nächste Kultur- und Geschäftsforum „Made by Deutschen in Russland" wird im April / Mai 2019 am Rande der XXIV. Sitzung der Regierungskommission, eventuell in München, stattfinden.

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