Hilfen der deutschen Bundesregierung
zugunsten der Deutschen Minderheit in Russland

02. Dezember 2014

Bundesbeauftragter Koschyk begleitet das Jahrestreffen der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten (AGDM) in Berlin

Unter dem Dach der FUEV (Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen) fand am 27.und 28. November 2014 in Berlin das Jahrestreffen 2014 der Deutschen Minderheiten in Europa und den GUS-Staaten statt. Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, hat diese Begegnung aktiv begleitet und ist überzeugt von den durchweg positiven Ergebnissen.

Unter dem Dach der FUEV (Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen) fand am 27.und 28. November 2014 in Berlin das Jahrestreffen 2014 der Deutschen Minderheiten in Europa und den GUS-Staaten statt.


Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, hat diese Begegnung aktiv begleitet und ist überzeugt von den durchweg positiven Ergebnissen: „Ich freue mich sehr, dass Vertreter und Vertreterinnen der deutschen Minderheiten in Europa und den GUS-Staaten zu diesem Jahrestreffen gekommen sind. Minderheitenarbeit ist neben ihrer politischen Bedeutung auch eine Herzenssache, die so gut ist, wie die Überzeugung und das Engagement der Führungskräfte von Minderheiten. Ich bin sehr beeindruckt, dass trotz der sehr unterschiedlichen Ausgangslagen der deutschen Minderheiten in Europa und den GUS-Staaten eine so starke Solidarität in der AGDM herrscht.“

Die AGDM vertritt die deutschen Minderheiten in Europa und den GUS-Staaten. Deutsche beziehungsweise deutschsprachige Minderheiten gibt es in 27 Ländern Europas, die meisten nehmen an der gemeinsamen Arbeit unter dem Dach der FUEV teil. Ihr Sprecher ist Dr. Koloman Brenner von der deutschen Minderheit in Ungarn. Auch der Präsident der FUEV, Hans Heinrich Hansen, der selbst der deutschen Minderheit in Dänemark angehört, nahm an der AGDM-Jahrestagung teil und berichtete über den aktuellen Sachstand der FUEV-Initiative “minority safe pack”, die auf eine konzeptionelle Weiterentwicklung des Minderheitenschutzes in Europa abzielt.

Im Rahmen des Jahrestreffens haben die AGDM Mitglieder im Dialog mit der Bundesregierung und Abgeordneten des Bundestages ihre strategischen Planungen konkretisiert. Neben Arbeitsgesprächen standen Meinungs- und Informationsaustausche mit den Berichterstattern des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestags für den Innen-, Auswärtigen- und dem Kulturhaushalt. Hierbei standen den deutschen Minderheitenvertretern die Bundestagsabgeordneten Reinhard Brandl, Martin Gerster, Doris Barnett, Alois Karl, Rüdiger Kruse und Johannes Kahrs für ein Gespräch zur Verfügung.

Von Seiten des Auswärtigen Amtes diskutierten die AGDM-Mitglieder mit Michaela Küchler und Olaf Reif Aspekte der europäischen Minderheitenpolitik und länderspezifische Angebote im Bereich Sprache und Kultur. So könne insbesondere das Deutsche Sprach- und Schulangebot in Rumänien und Dänemark als gutes Modell für den Ausbau in den anderen Ländern dienen.

Mit dem Vorsitzenden der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus Brähmig MdB, wurden aktuelle Fragen der Förderpolitik der Bundesregierung zugunsten der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten erörtert. Der Vizepremierminister der Republik Kirgisistan und Vorsitzende des Volksrates der Deutschen Kirgistans, Walerij Dill, selbst AGDM-Mitglied, berichtete über die Wechselwirkung zwischen der allgemeinen Politik seiner Regierung und seiner Rolle als Minderheitenvertreter.

Im Vordergrund des AGDM-Jahrestreffens 2014 standen länderspezifische Förderschwerpunkte, aktuelle Problemlagen und die Verbesserung in der Informationskoordination, die in einem Strategiekonzept ausgearbeitet worden sind.
Wesentliche Elemente sind dabei die Stärkung der Jugend-, Sprach- und Kulturarbeit. Das Strategiekonzept soll dabei insbesondere auf die Nachhaltigkeit abstellen und die Wechselwirkung aller beteiligten Stellen, Organisationen und Erfolgsfaktoren berücksichtigen. Insbesondere wird eine organisatorisch-institutionelle Stärkung angestrebt und die Einbeziehung weiterer Organisationen angedacht. Auch sollen künftig die Jugendvertreter der deutschen Minderheiten in Europa und den GUS-Staaten wieder zu den Jahrestreffen eingeladen werden.

Dr. Koloman Brenner, Sprecher der AGDM: „Für die Zukunft der deutschen Minderheiten in Europa und den GUS–Staaten ist es von unschätzbarem Wert, dass wir uns länderübergreifend austauschen und durch gute Praxisbeispiele voneinander lernen. Ich danke den Vertretern der Bundesregierung, des Bundestags und den Mitgliedern der AGDM für den offenen, kritischen und in die Zukunft gerichteten Dialog. Der Bezug zu Deutschland, der deutschen Sprache und der deutschen Kultur ist das tragende Element unserer Arbeit.“

Zusammenfassend wurde am Ende der Sitzung festgehalten, das vorhandene Strategiekonzept aufgrund der Ergebnisse des Jahrestreffens 2014 weiter zu entwickeln.

Quelle: www.koschyk.de

NACHRICHTEN
ARCHIVE