Hilfen der deutschen Bundesregierung
zugunsten der Deutschen Minderheit in Russland

05. Oktober 2017

Eröffnung des Kultur- und Geschäftszentrums in Kaliningrad

Am 4. Oktober fand in Kaliningrad die offizielle Eröffnung des Kultur- und Geschäftszentrums der Russlanddeutschen statt. Die Gründungsgesellschaften sind der Internationale Verband der deutschen Kultur, der Jugendring der Russlanddeutschen, die Föderale national-kulturelle Autonomie (FNKA) der Russlanddeutschen und der Fonds für die Förderung kultureller und sozial-ökonomischer Initiativen der Russlanddeutschen „Wiedergeburt“.

Die Gäste der Veranstaltung wurden vom Präsidenten der FNKA der Russlanddeutschen, Vorstandsmitglied des Rates für zwischennationale Beziehungen beim Präsidenten der Russischen Föderation, Heinrich Martens, begrüßt. „Vor fast 25 Jahren wurde das Deutsch-Russisches Haus eröffnet – ein gemeinsames Projekt, umgesetzt von der Bundesregierung mit Einverständnis und Unterstützung russischer Regierung und der Verwaltung des Gebiets Kaliningrad. Die Eröffnung des Kultur- und Geschäftszentrums auf der Basis des DRH gibt der Tätigkeit des Hauses heute neue Impulse. Ich freue mich, ankündigen zu können, dass das nächste Großprojekt des neu eröffneten Zentrums das Kultur- und Geschäftsforum ‘Made by Deutschen aus Russland‘ sein wird“, – teilte Heinrich Martens mit. Laut Martens haben die Beziehungen zwischen Russland und Deutschland dank der Deutsch-Russischen Regierungskommission für die Angelegenheiten der Russlanddeutschen neuen positiven Verlauf genommen.

Ferner ergriff Igor Barinow, Leiter der Föderalen Agentur für Nationalitätenangelegenheiten der Russischen Föderation das Wort. „Ich bin sicher, dass das Kultur- und Geschäftsforum im Frühling 2018 in Kaliningrad auf hohem Niveau abgehalten wird. Ich wünsche dem Deutsch-Russischen Haus und der Föderalen national-kulturellen Autonomie der Russlanddeutschen viel Erfolg und bedanke mich bei der Regierung des Gebiets Kaliningrad, bei Heinrich Martens, und natürlich bei meinem Co-Vorsitzenden der Deutsch-Russischen Regierungskommission Hartmut Koschyk“.

„Ich freue mich besonders heute hier in Kaliningrad zu sein, wo ein neuer Start der Tätigkeit des Hauses gegeben wird. Vor 25 Jahren war ich bei seiner Eröffnung zugegen, im Mitgliederbestand einer Bundesdelegation“, – erzählte der Bundesbeauftragte für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Abgeordneter des Bundestages, Hartmut Koschyk. Er betonte die Bedeutsamkeit der Eröffnung des Kultur- und Geschäftszentrums in Kaliningrad, und fügte hinzu, dass sogar die Oberhäupter der beiden Staaten – Wladimir Putin und Angela Merkel – dieses Thema auf dem Sochi Treffen besprochen haben.

Der Stellvertretende des bevollmächtigten Vertreters des Präsidenten der Russischen Föderation im Föderationskreis Nordwestrusslands, Michail Wedernikow, gratulierte die Veranstaltungsgäste zur Eröffnung des Kultur- und Geschäftszentrums und dankte die Föderale Agentur für Nationalitätenangelegenheiten und Igor Barinow persönlich für die Unterstützung, die bei der Vorbereitung der Eröffnung des KGZ’s gewährt wurde. „Ich wünsche dem Zentrum, dass es zu einer komfortablen und produktiven Plattform für die Entwicklung wie kultureller so auch geschäftlicher Beziehungen zwischen unseren Länder wird“, – sagte Michail Wedernikow.

Mit einem Begrüßungswort trat ebenfalls amtlich bestellter Vertreter des stellvertretenden Regierungsvorsitzenden, Minister für kommunale Entwicklung und Innenpolitik des Gebiets Kaliningrad, Aleksandr Torba auf: „Ich bin zuversichtlich, dass die positiven Traditionen, die zuvor festgelegt wurde und denen das Haus 25 Jahre lang folgte, auch weiterhin fortgesetzt werden. KGZ wird zum Wohle der Freundschaft der Völker Russlands arbeiten“. Er übergab dem KGZ Direktor im Namen des Gouverneurs des Gebiets Kaliningrad ein Buch – ein symbolisches Geschenk zum Wohl der Entwicklung des Zentrums.

Im Rahmen des festlichen Programms fand in der Kaliningrader Christ-Erlöser-Kathedrale Musik- und Poesieabend „Vom Himmel hoch, da komm‘ ich her…“ statt, gewidmet dem 500. Jahrestag der Reformation. Auf dem Programm standen klassische Musikwerke, Lyrik der Russlanddeutschen und der deutschen Dichter. Am Konzert nahmen renommierte russlanddeutsche Musiker teil.

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