Hilfen der deutschen Bundesregierung
zugunsten der Deutschen Minderheit in Russland

18. Juni 2017

Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten in Berlin

Quelle: www.koschyk.de

Auf Einladung des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, und mit Förderung des Bundesministeriums des Innern, führt die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten in Europa vom 19. bis 21. Juni 2017 ihre Jahrestagung in Berlin durch.

Es werden 50 Vertreter der deutschen Minderheiten einschließlich junger Führungskräfte aus ganz Europa und den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion erwartet.

Im Rahmen ihrer Jahrestagung werden die Vertreter deutscher Minderheiten von Herrn Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert im Deutschen Bundestag und Herrn Bundesaußenminister Sigmar Gabriel im Auswärtigen Amt empfangen.

Diese bilateralen Treffen werden die Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten in Europa, die unter dem Dach der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) organisiert sind, vor allem dafür nutzen, um ihre positive Entwicklung sowie grundsätzliche und strategische Ausrichtung mit Blick auf eine länderübergreifende Zusammenarbeit vorzustellen und für die Minority SafePack Initiative.

Mit Blick auf die im Februar 2016 von der Bundesregierung beschlossene Weiterentwicklung der Förderkonzeption nach § 96 Bundesvertriebenengesetz, die eine brückenbauende Stärkung der deutschen Minderheiten vorsieht, hat die Beauftragte für Kultur und Medien, Frau Staatsministerin Prof. Monika Grütters, die Minderheitenvertreter zu einem Gespräch ins Bundeskanzleramt eingeladen.

Die Jahrestagung gibt den Minderheitenvertretern die Gelegenheit den Dialog mit Politik, Wissenschaft und Verwaltung zu fördern. Zu diesem Anlass gibt sich auch der auβerordentliche und bevollmächtigte Botschafter der Slowakischen Republik, S.E. Dr. Peter Lizák, die Ehre, zu einem Abendempfang in die slowakische Botschaft, Berlin, einzuladen.

Die Bedeutung des Glaubens als identitätsstiftendes und verbindendes Element werden die Minderheitenvertreter gemeinsam mit dem Erzbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland, Dietrich Brauer, und dem Bischof von Oppeln/Opole, Dr. Andrzej Czaja, diskutieren.

Das Gespräch knüpft an die Tagung in Groß Stein/ Kamień Śląski in Schlesien an, die im Mai dieses Jahres zum Thema „Glaube – Stütze der Identität“ auf Initiative von Bundesbeauftragtem Koschyk und der Konrad Adenauer Stiftung in Kooperation mit dem Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit und dem Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen stattgefunden hatte.

Auch werden die Minderheitenvertreter an der Gedenkveranstaltung der Bundesregierung für die Opfer von Flucht und Vertreibung teilnehmen, bei der neben Bundesinnenminister de Maizière auch der rumänische Staatspräsident, Klaus Johannis und der Erzbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland, Dietrich Brauer, ein Grußwort halten werden.

Das Bundeskabinett hat am 27. August 2014 beschlossen, dass ab dem Jahre 2015 jährlich am 20. Juni der Opfer von Flucht und Vertreibung gedacht werden soll. Mit dem Datum knüpft die Bundesregierung an den Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen an und erweitert das Flüchtlingsgedenken um das Schicksal der Vertriebenen.

Die deutschen Minderheiten in über 20 Ländern in Mittel- und Osteuropa sowie den Staaten der ehemaligen Sowjetunion werden durch die Bundesrepublik Deutschland zur Wahrnehmung der Verantwortung Deutschlands für die Bewältigung der Folgen des Zweiten Weltkriegs vielfältig unterstützt und gefördert.

Die Förderung kultureller Maßnahmen im Rahmen des § 96 Bundesvertriebenengesetzes (BVFG) und Förderung des kulturellen Eigenlebens fremder Volksgruppen erfolgt durch die Beauftragte für Kultur und Medien. Das Auswärtige Amt unterstützt kulturelle, sprach- und bildungspolitische Vorhaben. Seitens des Bundesministeriums des Innern werden vor allem gemeinschaftsfördernde, identitäts- und verbandsstärkende Maßnahmen, sozial-humanitäre und wirtschaftsbezogene Projekte unterstützt.

Quelle: www.koschyk.de

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