Hilfen der deutschen Bundesregierung
zugunsten der Deutschen Minderheit in Russland

22. Mai 2017

„Vom Himmel hoch, da komm ich her...“ in Bayreuth

Am 22. Mai fand im Rahmen des Kulturprogramms des II. Kultur- und Geschäftsforums „Made By Deutschen aus Russland. Partnerschaft. Verantwortung. Erfolg“ in der Stadtkirche Bayreuth der literatur-musikalische Abend statt, der dem 500. Reformationsjubiläum gewidmet ist.

Das Programm trägt den Namen des bekannten Gedichts Martin Luthers „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ – es wurden zeitgenössische und klassische Musikstücke und Lyrik von Russlanddeutschen vorgetragen. Im Rahmen des Konzerts wurde außerdem die mobile Ausstellung der russlanddeutschen Künstler „Vom Himmel hoch, da komm ich her…“ präsentiert. Die Ausstellung ist das Ergebnis eines Art-Laboratoriums – eine Expedition an der Wolga, wo das Wolgagebiet ansässig war. Die Künstler verewigten das ehemalige Wolgagebiet mit ihren Kirchen auf Leinwand. Die Kunstwerke entstanden vergangenen Sommer 2016. Auf der Ausstellung wurde ein gleichnamiges Album vorgestellt, das die deutschen Leser mit der Geschichte des Luthertums in Russland vertraut macht.

Die Gäste des Abends wurden vom Pfarrer Martin Kleinendam, der erste stellvertretenden Vorsitzenden des IVDK Olga Martens und vom Bundesbeauftragten für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Harmtut Koschyk begrüßt.

„Die Religion ist ein Teil der russlanddeutschen Identität. Der Glaube an Gott half den Deutschen aus Russland  dabei, ihre Identität bis heute beizubehalten. Heute kommen wir alle zusammen, um unsere Vorfahren zu ehren und über das Luthertum in Russland zu erzählen“, sagte Olga Martens.

Sie dankte Pfarrer Kleinendam und Bundesbeauftragten Koschyk für die Unterstützung und übergab ein Exemplar des Ausstellungsalbums.

„Ich bedanke mich recht herzlich beim Internationalen Verband der deutschen Kultur dafür, dass sie die deutsche Kultur in Russland erhalten und dafür, dass wir zusammen mit Künstlern eine solche Ausstellung bestaunen können – in der evangelischen Stadtkirche Bayreuth“, erwähnte Hartmut Koschyk.

Darüber, wie die Ausstellung zustande kam und wie die Kunstwerke entstanden, erzählte das Mitglied der russlanddeutschen Künstlervereinigung Dmitrij Gevejler: „Als wir vor 5 Jahren im Wolgagebiet waren, war die Kirche in Sorkino vollständig zerstört – genauso wie der Großteil der lutherischen Kirchen in Russland. Doch heute ist sie vollständig wiederaufgebaut, dort finden Gottesdienste statt. Ich hoffe, dass diese Tendenz anhält und wir in unseren neuen Gemälden keine zerstörten Kirchen malen müssen.“

Am Konzert nehmen bekannte Musiker und Schauspieler aus Russland und Deutschland teil, darunter: Der Preisträger des Wettbewerbs „Russlands herausragende Deutsche“, ausgezeichneter Künstler Russlands, Professor der russischen Gnesin-Musikakademie Friedrich Lips; Gewinnerin internationaler Wettbewerbe und des sibirischen Werner-Festivalwettbewerbs, Pianistin Julia Kusmina, Gewinner internationaler und russischer Wettbewerbe sowie Ausgezeichneter mit der Goldenen Medaille der Delphi-Spiele Russlands Alexej Baker, das Trio des beliebten russischen Komponisten und Pianisten Kirill Richter. Zusammen mit Kirill werden August Krepak (Violincello) und Alena Sinowjewa (Violine) auftreten. Außerdem erwarten die Gäste Auftritte des Quartetts „Rudemus“ aus Augsburg sowie der Opernsängerinnen Natalie Ritter und Michaela Heine.

Die Schauspielerinnen Irina Lindt und Anastasija Alexandrowa (Kerbergen) sorgten für einen poetischen Rahmen der Abendveranstaltung. Moderatoren des Konzerts waren die Schauspieler Anna Bagmet und Jurij Diez.

Hier gelangen zum Grußwort Hartmut Koschyks. 

Sehen Sie hier Impressionen des Konzerts. 

Hier ein Bericht über das Ausstellungsbuch, das in Kürze erscheint. 

NACHRICHTEN
ARCHIVE